Bünde

KREUZBUND

Zum verbinden von rechtwinkligen Stangen beim Lagerbau. Der Winkel zwischen den Stangen muss fast rechtwinklig sein. Falls er schiefer ist, so wird ein schiefer Parallelbund oder ein Diagonalbund verwendet.


DIAGONALBUND

Kreuzen sich zwei Hölzer diagonal, so wird der Diagonalbund angewandt. Der Diagonalbund findet auch überall Anwendung, wo eine Konstruktion gegen seitliches Wegkippen gesichert werden muß und die Stabilität aus Kreuzbünden nicht mehr ausreicht, also z.B. bei einem selbstgebauten Sägebock oder einem Lagerturm. In ein aus Holzstangen mit Kreuzknoten zusammengebundenen Viereck wird eine weitere Stange diagonal eingebunden. Da der Diagonalbund stark wechselnden Zug- und Druckbelastungen standhalten muß, soll er sehr sorgfältig gebunden werden damit er nicht allmählich auseinanderrutscht.


LÄNGSBUND

Der Längsbund dient zur Längsverbindung zweier Hölzer. Er kann Zug oder Druck in der Längsrichtung aufnehmen, ist aber schlecht geeignet, um Querkräfte aufzunehmen. Eine Längsverbindung besteht aus zwei Längsbünden. Begonnen wird mit der Achterschlinge oder dem Weberknoten. Bei einer Verbindung von zwei dünnen Stangen ist es möglich, den Anfangsknoten geleich über beide Stangen zu schlingen. Der Bund wird einmal durch einen Schlag in Längsrichtung geknebelt.


FREUNDSCHAFTSBUND

Der Freundschaftsknoten (oft auch Freundschaftsbund genannt) ist ein Zierknoten der sich besonders gut als Halstuchknoten eignet. Eine praktische Verwendung für diesen Knoten gibt es nicht. Die Rückseite dieses Knotens ist nicht ganz so schön wie die Vorderseite, es ist also darauf zu achten dass er richtig herum am Halstuch angebracht wird. Und zum Freundschaftsknoten wird er natürlich erst dadurch, dass er von einem guten Freund am Halstuch angebracht wird und nicht von einem selber!

Leider ist der Freundschaftsknoten ein bisschen kompliziert zu erklären, lasst euch aber davon nicht abschrecken! An sich ist der Knoten sehr einfach und wenn man ihn ein paar Mal geknüpft hat, vergisst man ihn auch so schnell nicht wieder.
Die beiden Seilenden werden parallel gelegt und dann das eine einmal um das Andere gelegt. Es entsteht eine Bucht, durch die das andere lose Ende läuft (Bild 1). Dieses Ende wird nun hinter der Bucht nach oben und davor wieder nach unten geführt, also einmal um die Bucht geschlagen (Bild 2). Das andere Ende wird nun über den Knoten geführt und so durch die entstanden Bucht gesteckt wie in Bild 3 zu sehen. Sieht man sich den Knoten jetzt an, so fällt auf, dass die äußere Form ein Quadrat bildet bei dem jede Seite ein Seil ist, das am einen Ende über das benachbarte Seil läuft, am anderen Ende darunter hindurch. Diese Form kennzeichnet den Knoten und man kann sich wegen der Symmetrie relativ leicht daran erinnern. Den Knoten nun langsam und gleichmässig festziehen und dabei (beim Halstuch) immer wieder richtig hindrücken damit zum Schluß auch alles so aussieht wie es sein sollte.